21. Oktober 2023

Warum ich mir für 2023 keine Ziele mehr setze


Auch wenn wir schon Oktober haben - das Jahr ist noch lang! Das zu nutzen, darum ging es bei der Blog-Challenge von Judith Peters. Sie hat beim „Blogtoberfest“ dazu aufgerufen, eine To-Want-Liste zu schreiben: Was will ich bis zum 31.12.2023 noch alles erleben und schaffen? Es geht ausdrücklich nicht um Aufgaben, sondern um Wünsche und Träume in den Bereichen Familie, Freunde, Job, Freizeit, Reisen, Sport, Zuhause.

Als ich vom Thema der Challenge erfahren habe, habe ich gleich angefangen zu brainstormen. Ich mache gerne Pläne und liebe es, mir Dinge vorzunehmen. Irgendwie kam aber nicht viel dabei rum. Auch am nächsten Tag nicht. Und dann habe ich beschlossen, keine Löffelliste oder bucket list für den Rest von 2023 zu schreiben. Auf die Gründe möchte ich hier kurz eingehen - nicht als Rechtfertigung, sondern zur Inspiration für diejenigen, die sich gerade auch damit schwertun:

  1. Mir ist beim Brainstormen einfach nichts eingefallen, was halbwegs realistisch ist. Meine Rahmenbedingungen lassen mir gerade nicht viel Spielraum, das ist aber völlig in Ordnung - alles nur eine Phase!
  2. Mein Kalender ist bis zum Jahresende schon gut gefüllt. Es ist noch genug Platz für Unternehmungen und Erledigungen, die sich im Alltag so ergeben. Mir jetzt zusätzlich noch Dinge vorzunehmen, würde eher Stress erzeugen.
  3. Ich habe in diesem Jahr schon viel erlebt, viel Neues gewagt und meine Komfortzone ein paar Mal verlassen. Das war im Nachhinein schön, aber auch anstrengend und herausfordernd. Jetzt ist erstmal zurücklehnen und Akkus aufladen angesagt.
  4. Ich genieße gerade viele kleine schöne Momente im Alltag und bin damit zufrieden. Eigentlich plane ich gerne, schaue aber zurzeit eher spontan, was mir gerade guttut. Ich weiß also jetzt noch nicht, ob ich bis Ende Dezember mal Lust auf einen Sauna-Tag oder einen neuen Krimi habe.
  5. Der Winter ist für mich auch eher eine Zeit der Ruhe, des Rückzugs, der Reflexion, eine Zeit um nach innen zu schauen. Dabei durchlaufe ich keine abhakbaren Schritte, sondern dieser Prozess begleitet mich einfach in meinem Alltag. Damit verbunden ist natürlich der Wunsch, auf mich und meine Bedürfnisse zu hören. Dieses weiche Ziel kann ich aber nicht messen und abarbeiten.
  6. Meine To-Do-Liste ist eigentlich auch eine To-Want-Liste. Wo genau liegt der Unterschied? Klar, manche Dinge müssen einfach erledigt werden. Und manche Dinge sind eindeutig eher Wünsche oder Träume. Aber Punkte wie „Kleidung ausmisten, damit ich wieder Platz habe“ - ist das wollen oder müssen? Vermischt mit To-Dos habe ich einige To-Wants also bereits auf einer Liste stehen.
  7. Aber: Ich spreche nicht gerne öffentlich über meine Pläne. Ich mag den Überraschungseffekt, arbeite hinter verschlossenen Türen oder treffe vage Aussagen darüber, was ich am Wochenende eigentlich gemacht habe. Deswegen wird es meine To-Do-Liste auch nicht in einen Blogartikel schaffen 🙂

Dementsprechend sieht meine To-Want-Liste bis Ende 2023 so aus:

  1. Keine neuen Aufgaben und Projekte, das heißt: weder beruflich noch privat neue Dinge vornehmen.

Ich werde mich vielleicht trotzdem mit Menschen treffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, vielleicht mal wieder ein Buch lesen oder vielleicht doch nochmal etwas Neues ausprobieren. Momentan bin ich aber schon ziemlich gesättigt von 2023 - im positiven Sinn. Ich werde bereits geplante Dinge umsetzen und mich über wiederkehrende Verabredungen freuen. Alles, was mir an Reisen, Hobbys oder Weiterbildung in den nächsten Wochen einfällt, werde ich mir für 2024 aufheben.

Um mich selbst auszutricksen, habe ich mir meine digitale To-do-Liste ausgedruckt. Bis zum Jahresende darf nur abgehakt, nichts hinzugefügt werden (wiederkehrende Dinge sind da natürlich ausgenommen). Damit nehme ich mir indirekt vor, endlich die ganzen kleinen nicht-dringenden, aber wichtigen Aufgaben abzuarbeiten. Ich möchte so wenig wie möglich nach 2024 mitnehmen, damit ich mir dann mit neuer Motivation, Energie und viel Zeit wieder viele tolle Dinge vornehmen kann!

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  1. Hallo Sina,

    kann gut verstehen, dass du dir keinen extra Stress machen willst. Das war auch mein erster Impuls, als Judith das Blogtoberfest Thema bekannt gegeben hat. Habe dann aber doch eine Liste erstellt. Dinge auf später verschieben fällt mir ehrlich gesagt schwer, da darf ich wohl noch etwas an mir arbeiten. Danke für deine etwas andere Umsetzung der To-Want Liste und den kleinen Reminder etwas mehr auf mich aufzupassen 🙂

    1. Hallo Annika
      danke für deinen Kommentar! Bei mir war es genau anders herum, ich wollte erst total motiviert loslegen, und habe dann gemerkt, dass das gerade nicht so gut passt. Schön, dass dir meine Umsetzung der To-Want-Liste auch gefällt und du etwas davon mitnehmen konntest 🙂

  2. Guten Sonntag, liebe Sina, das ist auch eine sehr interessante Sicht der Dinge, meinen Glückwunsch dazu, das so zu schreiben. Auch deine Erklärung zum Slow Living sprechen mich direkt an und werden mir helfen, einige meiner Punkte abzuhaken. Vielen Dank dafür.
    Sonnige Grüße von Britta Heß

  3. Danke! Der Artikel spricht mir aus der Seele!

    Mein Motto, nach 2023 und sehr viel Input von allen Seiten, wofür stehe ich nicht mehr zur Verfügung?

    Ich blogge meine eigenen Themen und nicht mehr jede Woche das Thema wenn es nicht passt. Nur noch was sich gut und nach mir anfühlt wird gemacht. Dieses Jahr war so spannend und intensiv, jetzt geht es um die Tiefe und meine wundervollen Soulclients 💚

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Genau so geht es mir auch – 2023 habe ich sooo viel Input bekommen und daraus auch unglaublich viel gelernt.
      Jetzt werde ich auch in diesem Zusammenhang wieder bewusster konsumieren 😉

      Liebe Grüße zurück!

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Hey, ich bin Sina. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Konzept „Slow Living“ entspannt und zufrieden leben können. Eine achtsame, nachhaltige Lebensweise kombiniert mit einem guten Zeitmanagement entschleunigt unseren Alltag langfristig - quasi natürlich.

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