2. August 2023

Das bringt doch alles nichts!


Hast du das auch schon öfter gehört, gedacht oder gesagt, wenn es um Nachhaltigkeit oder bewussten Konsum ging? Bist du unsicher, ob dein Verhalten überhaupt eine Auswirkung hat? Brauchst du Argumente, um auf die Aussage „Das bringt doch alles nichts!“ beim nächsten Mal nicht nur mit den Schultern zu zucken?

Mit dieser Aussage ist der Glaubenssatz „Es macht keinen Unterschied, was ich tue“ verknüpft. Um diesen zu überwinden, braucht es eine Veränderung der Denkweise im Bezug auf Nachhaltigkeit und bewussten Konsum. In diesem Blogartikel habe ich einige Ansätze gesammelt, um diese Veränderung anzustoßen.

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Informiere dich über die Zusammenhänge

Die Welt die uns umgibt - Politik, Wirtschaft, Gesellschaft - ist unglaublich komplex geworden. Vor allem die Globalisierung und die Digitalisierung machen viele Prozesse unsichtbar und damit intransparent und schwer nachvollziehbar. Was wir damals in der Schule gelernt haben, ist schon lange nicht mehr aktuell. In den Nachrichten wird nur relativ oberflächlich und punktuell berichtet, allein aus Zeitgründen ist es kaum anders möglich.

Auch wenn es mit Aufwand verbunden ist: informiere dich, recherchiere und tausche dich mit anderen aus: Woher stammen die Dinge, die wir konsumieren? Wohin verschwindet der Müll? Wer stellt die Dinge her? Wer verdient daran? Welche Auswirkungen haben Herstellung, Transport und Entsorgung?

Bildung und Wissen sind Schlüssel zur Veränderung. Beschaffe dir Informationen über die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auf die Umwelt und die Gesellschaft. Versuche zu verstehen, wie kleine individuelle Handlungen in der Summe einen großen Unterschied machen können.


Reflektiere über deine Werte

Nachhaltigkeit hat viele Aspekte und Auswirkungen - welche davon sind dir besonders wichtig? Weniger Straßenverkehr? Eine sichere Energieversorgung? Eine intakte Natur? Faire Bedingungen für Arbeiter:innen auf der ganzen Welt? Kein Tierleid? Mit all diesen Aspekten sind auch Werte verbunden - Freiheit, Gleichberechtigung, Natur, Frieden, Sicherheit, Gesundheit, ...

Überlege dir, welche Werte dir wichtig sind und in welchem Aspekt von Nachhaltigkeit du sie wiederfindest. So kannst du deine persönliche Motivation für Veränderung identifizieren. Wie kannst du dein Konsumverhalten an deine Werte anpassen?

Es geht gar nicht darum, dass jede:r von uns alles perfekt macht. Es bringt uns auch voran, wenn sich jede:r von uns einem Aspekt widmet, der sich besonders gut mit den eigenen Werten vereinen lässt und dann entsprechend handelt.


Fokussiere dich auf positive Auswirkungen

Wir hören ständig Berichte darüber, welche schlimmen Folgen unser Handeln haben kann. Dadurch, dass viele Abläufe so intransparent und schwer nachvollziehbar geworden sind, fühlen wir uns dann oft überfordert, wenn wir nachhaltiger leben wollen. In vielen Fällen gibt es abber kein richtig oder falsch, sondern wir müssen abwägen, mit welchen Folgen wir am ehesten leben können. Anstatt zu resignieren, konzentriere dich darauf, wie du eine positive Wirkung erzielen kannst - egal, wie klein sie auch sein mag.

Stelle dir vor, welche positiven Veränderungen möglich wären, wenn viele Menschen bewusstere Konsumentscheidungen treffen würden. Mache dir bewusst, welche Auswirkungen dein Handeln auf die Umwelt, die Gesellschaft und kommende Generationen hat. Jede Handlung hat eine Wirkung und kann zur positiven Veränderung beitragen.


Starte klein, aber konsequent

Anstatt gleich alles anders zu machen, konzentriere dich auf kleine Veränderungen, die dir leicht fallen. Du brauchst das Auto, um damit zur Arbeit zu kommen? In Ordnung, aber vielleicht kannst du dann bei deiner Kleidung und deiner Ernährung mehr auf Nachhaltigkeit achten? Nimm dir einen Bereich deines Lebens vor, den du ab jetzt konsequent nachhaltiger gestalten willst. Erzähle Freunden davon, lade sie zum Mitmachen ein, startet Challenges oder recherchiert gemeinsam, was ihr verändern könnt.

Beginne mit kleinen, umsetzbaren Schritten und gewöhne dich nach und nach an bewusstere Konsumentscheidungen. Verzeih dir Rückfälle, aber bleib dran. Sei konsequent und erweitere deine Handlungen schrittweise auf andere Lebensbereiche. Jeder Fortschritt zählt und motiviert dich weiterzumachen.


Suche nach Beispielen und Vorbildern

Das Gefühl, mit einer Überzeugung nicht allein zu sein, kann extrem motivierend sein. Suche nach Gleichgesinnten in deinem Bekanntenkreis, trete facebook-Gruppen bei oder folge inspirierenden Menschen auf Social Media. Ich folge beispielsweise Luisa Neubauer, weil sie ihre Themen immer sehr gut auf den Punkt bringt und zeigt, was möglich ist, wenn sich Menschen zusammen tun.

Meine Empfehlung: Finde Menschen oder Gemeinschaften, die nachhaltig leben  und positive Veränderungen bewirken. Lass dich von ihren Erfahrungen und Erfolgen inspirieren und lerne von ihnen. Gemeinschaft und Austausch können deine Überzeugung stärken und dir zeigen, dass deine Handlungen tatsächlich einen Unterschied machen.


Fokussiere dich auf die langfristige Perspektive

Diesen Ansatz finde ich persönlich sehr motivierend. Ich habe mich schon öfter gefragt, welchen Einfluss ich heute auf die Zukunft haben kann. Welche Anstrengungen lohnen sich, weil sie wirklich nachhaltig wirken können? Und vor allem: Welche Veränderungen sind notwendig, damit wir in Zukunft wirklich nachhaltig leben können? Mir kommt es so vor, als würden von Politik und Industrie nur Symptome behandelt, nicht aber die Ursachen verschiedener Probleme. Ich möchte mich damit beschäftigen, ob es in diesem Bereich Möglichkeiten gibt, langfristige Veränderungen anzustoßen.

Wo siehst du perspektivisch Auswirkungen deines Handelns? Verinnerliche den Gedanken, dass nachhaltige Veränderungen Zeit benötigen und nicht von heute auf morgen geschehen. Bleib bei den Veränderungen, die du bereits ugmesetzt hast und vertraue darauf, dass deine Handlungen langfristig eine positive Wirkung entfalten.

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Fazit

In einer komplexen Welt ist es wichtig, sich über Zusammenhänge zu informieren. Indem wir die Auswirkungen unseres Konsums verstehen, können wir langfristige Veränderungen anstoßen. Unsere persönlichen  Werte liefern uns die Motivation für nachhaltiges Handeln und eine Anpassung unseres Konsumverhaltens. Wenn wir uns auf positive Auswirkungen fokussieren, erkennen wir, was wir bewirken können. Kleine, konsequente Schritte und der Austausch mit Gleichgesinnten und Vorbildern erleichtern uns die Umsetzung.

Anhand dieser Denkanstöße möchte ich dir zeigen, dass es sehr wohl „etwas bringt“, sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen und eine nachhaltige Lebensweise anzustreben. Der Einfluss eines Einzelnen direkt auf das Weltklima ist natürlich irrelevant und ich kann dir leider nicht genau sagen, welche konkreten Auswirkungen dein Verhalten hat. Ich kann dich aber dazu ermutigen, dich damit zu beschäftigen und deine Möglichkeiten der Mitgestaltung von Politik und Gesellschaft auszuschöpfen, um deinen Einfluss zu vergrößern.

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Hey, ich bin Sina. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Konzept „Slow Living“ entspannt und zufrieden leben können. Eine achtsame, nachhaltige Lebensweise kombiniert mit einem guten Zeitmanagement entschleunigt unseren Alltag langfristig - quasi natürlich.

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