10. Oktober 2023

10 Gewohnheiten, die mein Leben nachhaltig machen


Nachhaltig leben, was heißt das eigentlich? Allgemein geht es darum, Ressourcen zu schonen und Rohstoffe so langsam zu verbrauchen, dass sie nachwachsen können. Klingt etwas abstrakt und kompliziert - deshalb habe ich für diesen Blogartikel Gewohnheiten aus meinem Alltag gesammelt, die nachhaltig sind und meinen ökologischen Fußabdruck reduzieren können.

Ich persönlich beziehe die Definition einer nachhaltigen Lebensweise auch auf meine eigenen Ressourcen. Da dieser Blogartikel im Rahmen der Blogparade von Nicole Krüger zum Thema „10 Tipps für eine grünere Zukunft“ entstanden ist, werde ich mich hier auf Nachhaltigkeit im Sinne von schonendem Umgang mit natürlichen Ressourcen beschränken. Wenn du magst, teile gerne deine eigenen nachhaltigen Gewohnheiten in einem Kommentar mit uns!

Bewusster Konsum

Wir konsumieren den ganzen Tag - Lebensmittel, Konsumgüter, Medien. Hinter jedem dieser Dinge steckt ein Herstellungs- und Transportprozess. Bei Lebensmitteln und Kleidung ist inzwischen vielen von uns klar, dass sie aufwendig hergestellt werden und teilweise weite Wege zurücklegen, bis sie bei uns landen. Ich versuche im Alltag auch bei anderen Konsummöglichkeiten zu hinterfragen, ob ich sie wirklich brauche. Das bedeutet nicht, dass ich mir keinen Spaß erlaube - im Gegenteil, wenn ich mich bewusst für Konsum entscheide, kann ich diesen auch mit gutem Gewissen genießen.


Gebraucht statt neu

Viele Alltagsgegenstände wie Kleidung, Möbel, Bücher, Küchenutensilien und Spielsachen kaufe ich nicht neu. Wenn ich tatsächlich etwas benötige, mache ich mir Gedanken über nachhaltige Alternativen zum Neukauf: Ich frage Freunde und Familie, ob ich den Gegenstand ausleihen kann, stöbere im Second-Hand-Laden oder suche gezielt danach auf Plattformen für gebrauchte Gegenstände. Genauso verkaufe oder verschenke ich gut erhaltene Gegenstände, die ich nicht mehr benötige. Dazu gehört auch, ausrangierte Geräte und Gegenstände abzugeben, damit die Ressourcen weiterhin genutzt werden können. Ich habe erst vor ein paar Tagen endlich meine alten Handys und Kabel zum Wertstoffhof gebracht.


Regional, saisonal, pflanzlich, Bio

Unsere Ernährung ist ein großer Hebel im Hinblick auf Ressourcen. Für den Anbau und Transport vieler Lebensmittel werden große Mengen Wasser und Energie verbraucht und viele Schadstoffe ausgestoßen. Ich achte auf regionale, saisonale und frische Bio-Lebensmittel und ernähre mich eher pflanzenbasiert – alles Eigenschaften von nachhaltiger Ernährung. Bei frischen Lebensmitteln, die nicht mit Pestizidrückständen belastet sind, habe ich einfach ein besseres Gefühl. Die Umstellung auf regionale Produkte wie Hirse, Dinkel und Leinsamen (statt Quinoa, Reis und Chiasamen) ist unkompliziert und kann uns auch in Zukunft helfen, Lieferketten zu verkürzen und regionale Betriebe zu stärken.


Nachhaltig unterwegs

Ich lege die meisten Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Mir tut es gut, auch längere Strecken zu gehen oder gemütlich mit dem Fahrrad zu fahren. Auch wenn das länger dauert als mit dem Auto, die Bewegung an der frischen Luft hilft mir immer beim Nachdenken und Runterkommen. Für Strecken in Gebieten mit viel Straßenverkehr (z.B. Innenstadt) nehme ich gern die U-Bahn und komme entspannt ans Ziel. Beim Reisen fliege ich so selten wie möglich, ich suche mir inzwischen oft Urlaubsziele aus, die mit der Bahn oder einer relativ kurzen Autofahrt erreichbar sind. Auch vor Ort versuche ich mich zu Fuß oder mit dem Nahverkehr fortzubewegen. So lernt man definitiv mehr über die Kultur und die Einheimischen, als wenn man im Mietwagen weite Strecken zurücklegt.


Energie sparen

Hierzu gehören viele kleine Maßnahmen, die manchmal etwas Zeit gebraucht haben, bis ich sie dauerhaft umsetzen konnte. Beispiele sind kurz duschen, warm anziehen statt viel heizen, Geschirr und Wäsche einweichen, effiziente Haushaltsgeräte verwenden und alles ausschalten, was nicht benötigt wird. Genauso versuche ich, sparsam mit Wasser umzugehen, da auch hier für Förderung, Transport und Reinigung viel Energie benötigt wird.


Plastiktüten vermeiden oder weiterverwenden

Beim Einkaufen habe ich immer eigene Taschen dabei, Lebensmittel kaufe ich, wenn möglich lose und unverpackt. Um Lebensmittel transportfähig und lagerbar zu machen, sind aber oft Plastikverpackungen die einfachste Lösung (stabil, wasserfest, leicht), auch wenn ihre Herstellung nicht nachhaltig ist. Bis sich bessere Alternativen durchsetzen, versuche ich, Verpackungen wenigstens noch einmal zu verwenden: zum Einfrieren, für Vesperbrote, als Mülltüte im Bad.


Nachhaltig mit Baby

Vor der Geburt meines ersten Kindes habe ich mich ausführlich damit beschäftigt, wie wir Müllberge und Lebensmittelverschwendung vermeiden können. Bei beiden Kindern haben wir uns an den Konzepten "windelfrei" und "breifrei" orientiert. Die meisten Kinderklamotten, Spielsachen und Alltagsgegenstände haben wir gebraucht erstanden, auf einiges, was so empfohlen wird, konnten wir gut verzichten. Zu diesem Thema habe ich auch einen Blogartikel mit 5 Ideen für einen entspannten Start geschrieben.


Liken, kommentieren, teilen, speichern

Ich nutze soziale Medien hauptsächlich, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Ein Großteil meines Feeds besteht aber aus Beiträgen von Umweltschutzorganisationen, Klimaaktivisten oder Zeitungen, die viel über den Klimawandel und mögliche Herausforderungen, Probleme, Lösungen berichten. Da dies oft „schlechte“ Nachrichten sind, werden die Beiträge weniger „geliked“, was dazu führt, dass sie weniger Menschen ausgespielt werden. Dabei sind soziale Medien eine gute Möglichkeit, auch Menschen mit diesen Themen zu konfrontieren, die nicht von sich aus danach suchen würden. Deshalb interagiere ich mit vielen Nachhaltigkeitsbeiträgen in irgendeiner Weise - wenn ich niemanden damit nerven möchte, speichere ich sie wenigstens,


Informieren & ausprobieren

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist ziemlich komplex. Manche Dinge sehen auf den ersten Blick nachhaltig aus, haben aber eine ganz schön „schmutzige“ Seite. Auch mit Nachhaltigkeit wird inzwischen viel Geld verdient, manchmal handelt es sich dabei aber nur um Greenwashing. Wir als Verbraucher können gar nicht alles durchschauen – deshalb versuche ich mich immer wieder zu informieren, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind. Beim Ausprobieren merke ich dann schnell, ob ich damit auch meine Ressourcen schonen kann, oder ob sie meinen Alltag kompliziert und anstrengend machen. Insgesamt behalte ich auch immer im Blick, dass es darum geht, auszuprobieren, wie wir auch in 10 oder 20 Jahren leben können.


Langfristig denken

Ich bin überzeugt davon, dass wir mit einer nachhaltigen Lebensweise unsere eigenen Ressourcen schonen können. Ob wir - als Einzelpersonen - damit auch wirklich natürliche Ressourcen schonen, kann ich nicht so richtig einschätzen. Umso wichtiger finde ich, dass wir anfangen, langfristig zu denken: Wie können wir unsere Wirtschaft so umgestalten, dass sie nicht auf Ausbeutung von Menschen und Umwelt angewiesen ist? Auch grüne Technologien haben ihre Schattenseiten und werden uns nicht retten. Unser aktuelles Wirtschaftssystem ist auf Wachstum und Überfluss ausgelegt - wenn wir alle nur noch bewusst konsumieren, kollabiert es vermutlich. Aus diesem Grund habe ich angefangen, mich über alternative Systeme zu informieren und mit anderen darüber zu sprechen. Ich denke, für eine grünere Zukunft braucht es ein neues, noch nie dagewesenes Wirtschaftssystem, anstatt ein in die Jahre gekommenes System, das ständig an einer anderen Stelle geflickt werden muss.

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  1. Danke für diesen tollen Beitrag! Besonders der Punkt von Social Media regt zum Nachdenken an. Sehe das genauso und like auch unangenehme Themen. Dein Blog und deine Website sind einfach klasse! Vielen Dank für deine Teilnahme an meiner ersten Blogparade!

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole, danke für deinen Kommentar und dein Lob 🙂 Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen den Einfluss von Social Media bei diesen Themen erkennen! Liebe Grüße, Sina

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Hey, ich bin Sina. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Konzept „Slow Living“ entspannt und zufrieden leben können. Eine achtsame, nachhaltige Lebensweise kombiniert mit einem guten Zeitmanagement entschleunigt unseren Alltag langfristig - quasi natürlich.

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